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Frauen und Abseits !
Fortschritt Meissen/W. 2. - 1.FC Radebeul 1. 1:2
(1:2)
Der Himmel ist blau, die Erde ist rund, "Die Linken"
sind keine demokratische Partei und Frauen wissen
nicht was Abseits ist. Soweit alles klar. Ob
Windrad, Solar, Atomkraft oder Hamster im
Laufrad.....der Strom kommt letztendlich aus der
Steckdose. Auch klar. Klar sollte eben auch sein,
dass ein zurückgespielter Ball von der Torauslinie,
zurück ins Feld, kaum Abseits sein kann. So
geschehen in der 78. Minute beim Spielstand von 2:1
für Radebeul. Michael Köhler geht auf der rechten
Seite auf und davon, passt mustergültig zurück auf
Markus Meißner , der die Kugel ohne Probleme über
die Linie drückt. Ungläubiges Entsetzen bei den FC
Verantwortlichen, als die Schiedsricherassistentin
ihren Wimpel in den sonnigen Himmel hebt. Frauen und
Abseits...eine Geschichte die nie zu Ende geht ! Auf
St.Pauli hätten die Bierbecherverkäufer
Umsatzrekorde verzeichnet. An der Seitenlinie huppte
Co-Trainer Dieter Reichelt rum wie ein Guppy, musste
von Käptn Kelly beruhigt werden. Sonst hätte unser
Dieter das Spiel von der Tribüne bzw. von der Wiese
aus verfolgen müssen.
Allerdings hatten die Radebeuler auch selbst
Mitschuld, das sie wieder bis zur letzten Minute
zittern mussten. Hatten besonders in der
Schlussphase hochkarätige Konterchancen. Es dauerte
eine Weile, bis die Lößnitzstädter das Spiel in den
Griff bekamen. Die Triebischtaler, waren keineswegs
gewillt, dem FC das Feld kampflos zu überlassen.
Mühselig pickten sich die rot-schwarzen, Zentimeter
für Zentimeter nach vorn. In der 39. Minute hatte
das hartknäckige Anrennen dann Erfolg. Schnell
ausgeführter Freistoss im Mittelfeld auf Stefan
Aurich. Der schiebt den Ball geistesgegenwärtig auf
den lauernden Paul Gerstenberger, der zum 1:0
trifft. Keine 180 Sekunden später zappelt die Kugel
schon wieder im Netz. Weiter Abschlag von FC Keeper
Thomas Juen auf Jonas Bohl. Der fischt den Ball vor
der Torauslinie weg und passt in die Mitte auf
Robert Dammann, der mit Hilfe des Innenpfostens zum
2:0 einschiebt. Jetzt wird`s easy, dachte wohl
Ludwig Zeumer, der nur zwei Minuten später einen
langen Ball völlig unterschätzte und den Hausherren
damit den Anschlusstreffer ermöglichte. Gleich
darauf war Halbzeit. Auch der zweite Durchgang
gestaltete sich anfangs sehr zäh. Die Domstädter
kamen mit spielerischen Mitteln kaum gefährlich vor
unsere Kiste. Und wenn doch, dann hatten die FCer
aber ein ganz fette Aktie dran. So nahm Keeper
Thomas Juen eine "Rückgabe" auf. Kann man so sehen,
muss man aber nicht. Das Ding war einfach abgefuckt,
eierte in den Strafraum. Juen entschied sich, den
Ball in die Hand zu nehmen. Schiri Paulig entschied
auf indirekten Freistoss im Strafraum, brachte aber
nichts ein. Noch besser war die Aktion von Rico
Kubaink, der eine Ecke vermeiden wollte und deshalb
den Ball von der Torauslinie geradezu als
mustergültige Flanke auf den Elfmeterpunkt brachte.
Zum Glück war der völlig freie Fortschritt-Stürmer
von der Aktion zu überrascht, das er das Leder
Richtung Kaufland Parkplatz drosch. Kubaink nach dem
Spiel: "Kleiner Blackout." Auf der anderen Seite
hatten die Domstädter Glück, das Mike Köhler nur die
Lattenunterkante traf. Der Abpraller landete knapp
vor der Linie. Pech ! In der 73. Minute wurde
Heißsporn Paul Gerstenberger vorzeitig unter die
Dusche geschickt. Der schon verwarnte Gerstenberger,
packte im Abwehrverbund etwas unsanft zu. Schiri
Frank Paulig blieb keine Wahl - gelb/rot. Doch auch
in Unterzahl hätten die Radebeuler vorzeitig alles
klar machen können. Besonders Jonas Bohl hatte dabei
zwei richtig gute Kontermöglichkeiten . Ist halt
kein Knipser, hat dafür aber schon ein paar
Scorerpunkte auf seinem Konto. Auch wenn die
Triebischtaler, nach vorn wenig gefährlich agierten,
mussten wir doch wieder bis zum Abpfiff um die drei
Punkte zittern. In der 90. Minute bekamen die
Hausherren noch mal einen Freistoß knapp vorm
Sechzehner zugesprochen. Noch mal Luft anhalten. Der
Ball geht aber übers rechte Lattenkreuz. In der
Nachspielzeit bietet der eingewechselte Arno
Hoffmann eine kleine "Ballhalteshow". Bittet ein
paar Meißner Spieler zum Tänzchen an der Eckfahne.
Danach hat Schiri Paulig ein Einsehen.
Fazit: Allemal verdient, aber dennoch wieder bis
zuletzt gezittert.
Der FC spielte mit: T.Juen, L.Zeumer, M.Kubaink,
S.Aurich, P.Keller, R.Kubaink, M.Meißner, M.Köhler,
P.Gerstenberger, J.Bohl (R.Dittmar), R.Dammann (A.Hoffmann)
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